Klinische AnwendungsbereicheEin wichtiger Einsatzbereich für die moderne Computertomographie des Herzens ist das Aufspüren vom sogenannten "Koronarkalk". Diese Ablagerungen sind - das ist in umfangreichen medizinischen Studien nachgewiesen - ein sicherer Indikator auch für sehr frühe Formen der koronaren Herzerkrankung. Dabei gibt die Möglichkeit zur Sichtbarmachung koronarer Ablagerungen nun die Chance zur zeitnahen Einleitung geeigneter Maßnahmen, um einem Herzinfarkt oder einem Fortschreiten der Gefäßverkalkung vorzubeugen. Besonders sinnvoll ist diese Verfahren bei Personen mit dem bereits definierten Risikopotenzial.
Durch das CT 64 lassen sich in der Klinik Augustinum München heute selbst kleinste Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen ("Koronarkalzifizierungen") nicht nur exakt nachweisen, sondern sogar mengenmäßig definieren. Die Bestimmung von Koronarkalk mit Hilfe der Computertomographie ist also ein schnelles, wenig belastendes Verfahren, um das individuelle Risiko einer koronaren Herzerkrankung zu bestimmen. Bei geeigneten Fragestellungen kann die Untersuchung erweitert werden, um Herzkranzgefäße oder Bypassgefäße direkt darzustellen und mögliche Engstellen zu erkennen. Hierzu muss Kontrastmittel in eine Armvene gespritzt werden, eine Herzkatheteruntersuchung ist nicht erforderlich. Allerdings kann die Computertomographie des Herzens nicht in allen Fällen Bilder mit einer Qualität liefern, die eine Herzkatheteruntersuchung völlig überflüssig machen. Liegen typische Beschwerden vor oder sprechen Ergebnisse von Belastungsuntersuchungen für eine Herzkranzgefäßverengung, sollte vorzugsweise eine herkömmliche Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden. |
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