Computertomographie

Anwendung in der Pneumologie

Für die Darstellung des Thorax bringt die neue Technik auch abgesehen von der kardialen Bildgebung v.a. in zwei Hinsichten eine Verbesserung:

Bei vielen bettlägerigen oder ansonsten schlecht zu mobilisierenden Patienten war bisher ein Röntgen-Thorax im Liegen oder ggf. im Sitzen die Standard-Untersuchung bei Verdacht auf Pneumonie oder kardial bedingte Stauung. Häufig ist die Interpretation dieser Aufnahmen schwierig, weshalb immer wieder kurzfristige Kontrollen erforderlich sind. Durch die deutliche Verringerung der Strahlenbelastung insgesamt und ganz besonders bei nativen Lungen-CTs wird es in der Zukunft möglich sein, an Stelle repetitiver Röntgen-Thoraces mit stark eingeschränkter Aussagekraft einmalig ein natives Thorax-CT durchzuführen, mit dem eine sehr viel bessere Beurteilung und Therapieentscheidung gewährleistet ist.  

Die andere wesentliche Verbesserung betrifft die Diagnostik der pulmonal-arteriellen Perfusion: Die bisherige kontrastmittelgestützte CT-Pulmonalisangiographie erlaubt zwar eine sehr gute Beurteilung der pulmonalen Strombahn bis auf Subsegmentebene. Die kleineren Gefäße in der Lungenperipherie hingegen sind im konventionellen CT nicht sicher beurteilbar. Insbesondere beim Verdacht auf kleinere chronisch-rezidivierende Lungenembolien mit Lokalisation in der Peripherie ist bisher die Ventilations-Perfusions-Szintigraphie die diagnostische Methode der Wahl.

Das nun eingeführte CT erlaubt es, über eine Messung der Jod-Verteilung im Lungengewebe die Perfusion in der Peripherie darzustellen. Diese Technik ist in den vergangenen Jahren so verbessert worden, dass sie in sehr vielen Fällen eine sichere Diagnose peripherer Lungenembolien erlaubt und damit die Ventilations-Perfusions-Szintigraphie ersetzen kann. Dabei benötigt diese Perfusionsdarstellung keine vermehrte Kontrastmittelgabe oder Strahlendosis im Vergleich zur reinen CT-Pulmonalisangiographie.